KOLORIT von Peter Piek _ Mensch und Sound im öffentlichen Raum

KOLORIT

Interaktive Soundinstallation von Peter Piek


Im August war Peter zu Gast in Karlsruhe. Der Leipziger Künstler nutzte die temporäre Freifläche in der Kaiserstraße 53 als Ausstellungsraum und zeigte gleich nach Ankunft wie divers sein Schaffen ist. Besonderes Erlebnis war, dass er am Eröffnungsabend jeder Besucherin und jedem Besucher ein eigenes SOLO-Konzert im Ausstellungsraum gab.


Seinen Aufenthalt über verbrachte Peter viel Zeit mit Andreas Hölldorfer. Dieser half ihm dabei, dass die Idee eines Klangteppichs im Stadtraum technisch umgesetzt werden konnte. Die Soundinstallation mit dem Namen KOLORIT konnte am Ende von Peter Pieks "SOLO - quarantine residency" im öffentlichen Raum ausprobiert werden und bildete - in Verbindung mit einem Abschlusskonzert - ein gelungenes Ende seines Besuches.


KOLORIT befindet sich am Anfang und wird weiterentwickelt.


Künstlerseite von Peter Piek hier

Hast Du Lust KOLORIT irgendwo zu zeigen? Melde dich gerne unter mail@ato.black


Video von Martin Mannweiler


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Statement des Künstlers zu seinem KOLORIT-Konzept:


"Mit Kolorit möchte ich eine Reihe interaktiver audiovisueller Installationen entstehen lassen. Dabei betrachte ich Kolorit als Instrument, welches über die physische Präsenz von Menschen Klang und Licht erzeugt. 


Eine markierte, sich auf dem Boden befindende Grundfläche (von ca 6x6 bis 16x16 Meter) ist vom Publikum zu betreten. Betritt ein Besucher die Installation wird dieser von einem Radar erfasst. Er erhält unmittelbar eine IP-Adresse und wird zum Akteur. Die Bewegung, Geschwindigkeit sowie der aktuelle Standort der Akteure werden erfasst. Diese Daten werden über ein Programm direkt in Befehle übertragen, die Instrumente für Klang sowie Licht ansteuern (Midi).


Der Akteur nimmt ein Echo seiner Bewegungen über den entstehenden Klang wahr, und lernt die Anordnung der von Ihm getätigten Auslöser. Es gibt also eine unsichtbare „Klaviertastatur“ auf dem Boden. Die räumliche Anordnung der Auslöser und die Belegung und Verknüpfung der Schnittstellen werden vorher festgelegt. Es entsteht eine Verknüpfung von Licht/Malerei und Musik über ein völlig neues Medium. Ein Instrument welches nicht von Musikern, sondern von Ausstellungsbesuchern gespielt wird, die Verknüpfungen selbst herstellen, und so hoffentlich einen neuen Zugang zu audiovisueller Klangsynthese entwickeln können.


Der Mensch wird zum künstlerischen Material. Der Körper zum wichtigsten Element der Installation. Jede Änderung des Verhaltens dem Werk gegenüber verändert dieses und erschafft es neu. Es soll also eine Installation entstehen, in der Besucher zu Akteuren werden, miteinander vielfältig agieren, und durch ihre Bewegung synchronisierte Klänge und Licht erzeugen." Peter Piek, 2020